Afterlives

Video, 3´25´´, Tansania, Wien, 2022

Video, 3´25´´, Tanzania, Vienna, 2022

Vergleicht man die Nutzungsdauer von Kunststoffgegenständen mit ihrer Verfallsdauer, so ergibt sich ein beträchtliches Ungleichgewicht. Man könnte meinen, das eigentliche Dasein der Objekte beginnt erst nach deren Entsorgung und besteht in ihrer Nicht-Verwendung. Waren sie bis dahin ein unerlässlicherTeil der Konsumgesellschaften,so treten sie von nun an als Antagonisten aller Ökosysteme auf. Ihre Haupteigenschaft besteht darin, konsequent fehl am Platz zu sein.Wo sie auftauchen tun sie dies als Störobjekte. Dieses widerständige Potential der Kunststoffobjekte steht im Zentrum des Films „Afterlives“. Entlang der tansanischen Küste sammelte ich eine Reihe angeschwemmter Gegenstände auf. In Form kleiner, subversiver Interventionen im öffentlichen Raum Wiens, wurden die Objekte nun neu inszenieren. Das an den Stränden Angeschwemmte, kehrt als Sand ins Getriebe des Systems zurück.


 

English version below

 

 

 

 

 

 

Trailer "Afterlives"

If one compares the useful life of plastic objects with their period of decay, there is a considerable imbalance. One might think that the real existence of the objects begins only after their disposal and consists in their non-use. While they were an indispensable part of consumer societies until then, from now on they appear as antagonists of all ecosystems. Their main characteristic is to be consistently out of place. Where they appear, they do so as disruptive objects. This resistive potential of plastic objects is the focus of the film "Afterlives". Along the Tanzanian coast I collected a number of washed up objects. In the form of small, subversive interventions in the public space of Vienna, the objects have now been restaged. What is washed up on the beaches returns as sand to the gears of the system.

 

 

 

 

 

 

still_strand_8_web.jpg
still_strand_9_web.jpg
still_strand_12_web.jpg

Film Stills "Afterlives"