Press release for VIENNALE 19´ - International Film Festival

Published on Oct. 2019

Michael Heindl is a joker – a conceptual joker. His short works are each constructed on a series of repeated actions, or variations on a theme. The method is minimalistic, but the technique of accumulation is droll, rhythmic, and sometimes leads to surprising conclusions. Heindl’s artworks simultaneously reflect the strict regimentation of our societies, and find playful ways to subvert their paths of order or utility. In HARD-HEADED HARMONY nine bronze statutes in London of historic figures ranging from Marx to Charles Chaplin are arranged on a single screen; Heindl climbs them all to create a synchronised tone with a hammer. LINKSHERUM is a linear montage devoted to the haphazard project of setting all manner of urban objects spinning in the same useless, anti-functional direction, climaxing in the sight of a typical revolving door. STONES takes us from a stone thrown in vain (from off-camera) in the midst of a desert or a forest to the joyous anarchy of hitting and knocking down functional objects in city spaces. Finally, In TIMES OF DECEPTION turns the “media lies” of our world against hapless animals, who chase projected or screened illusions, as do we all.

Text by Adrian Martin

 

Sie sind originell und äußerst vergnüglich, die Miniaturen von Michael Heindl, welcher kein Freund irreführender Filmtitel sein dürfte. LINKSHERUM ist wörtlich zu nehmen, doch was sich hier alles in welch aberwitzigem Tempo beziehungsweise in welcher Montage gegen den Uhrzeigersinn dreht, macht den eigentlichen Witz aus. Den Eindruck eines One Joke-Movies vermittelt zunächst HARD-HEADED HARMONY, die rotzfreche Attitüde dahinter kommt womöglich erst im Abspann so richtig zur Geltung. Eine gfeanzt-spaßige Reihe Tierversuche (der völlig harmlosen Art) ist IN TIMES OF DECEPTION; und nur auf den ersten Blick so, als wäre einem Filmemacher im Urlaub langweilig geworden, erscheint das Strick-, oder besser, Wurfmuster von STONES. Buchstäblich schlagende Beweise für einfallsreiche Experimentalfilmkunst!

 

Text by Roman Scheiber

 

Online Article at:

 

Artmagazine.cc

 

Published on Aug. 12th 2019

http://artmagazine.cc/content107912.html

 

 

 

 

 

TV Report:

 

Kultur Heute, ORF

 

Broadcasted on Jan. 11th, 2017

 

http://tvthek.orf.at/profile/Kultur-heute/3078759/Kultur-Heute/13902661/Lentos-Kunstpreis-wird-verliehen/13951647

 

 

 

 

 

Online Article at http://www.99prozenturban.de

 

Published: Jan. 2018

 

 

Hörst du noch oder lauschst du schon?

 

Text von Anna-Lena Wenzel

 

 

Wer kennt das nicht, wenn man ungewollt Zeuge der Telefongespräche seiner Sitznachbarn wird? Plötzlich wird man über intimste Details informiert oder darf lautstarken Auseinandersetzungen lauschen. Oft würde ich am liebsten meine Ohren verschließen, aber manchmal habe ich auch schon angefangen zu lauschen und zu spekulieren, wer auf der anderen Seite spricht und was dort gesagt wird.

 

Der Künstler Michael Heindl hat dieses Belauschen zur Kunst erklärt: Er ist mit offenen Ohren mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren und hat das Gehörte notiert. Ergänzt werden diese Protokolle durch eine schnelle Porträtzeichnung sowie das Datum und den Ort der Aufzeichnung. Mittlerweile hat er über 150 Gespräche festgehalten und eine eigene Archiv-Installation (T-Archiv, 2016/2017) für sie gebaut.

 

Den Künstler interessiert dabei der Kontrast zwischen den so freimütig mitgeteilten und „nutzlosen“ Informationen und der ökonomischen Verwertbarkeit dieser Daten in anderen Zusammenhängen. Obwohl die belauschten Gespräche in ökonomischer Hinsicht unbrauchbar sind, generieren sie seiner Meinung dennoch einen Mehrwert: „Betrachtet man die Mitschriften, so beginnt man automatisch ein Narrativ zu konstruieren. Es entstehen Geschichten, die mehr noch als über die telefonierende Person, etwas über den Betrachter selbst aussagen“, heißt es auf seiner Webseite. Dem kann ich nur zustimmen (und fühle mich ein bisschen ertappt dabei). 

 

 

 

 

 

 

 

 

Katalogtext "Destination Wien", Kunsthalle Wien

 

Published: April 2015

 

 

Michael Heindl

 

Text von Edgar Tezak

 

 

Vor nicht all zu langer Zeit waren bildende Künstler darauf konzentriert, Farben und Formen von den ihnen zugeordneten Rollen zu befreien und im Universum nach anderen Überlebensräumen zu suchen.

 

Mit Michael Heindl wandern der Malkasten, der Pinsel, der Zeichenblock und die Leinwand noch immer in unseren Zaubergärten. Er benützt Sterne, Milchstraßen, Sonnensysteme und dichte Massen, um auf unseren Gesetzespfaden und Nachbarmauern, in unserem Obstabfall und Müll, auf unserem Rasengrün und der Unzahl aller Straßenecken, in Parkhäusern, Vor- und Innenstädten seinen Unmut zu beruhigen. Er nimmt diese Materialien um Geräte zu bauen, welche die Löcher schließen sollen, die das menschliche Unvermögen, Zeitungslust, Atombombenstaub und Kurzsichtigkeit ins Himmelblau rissen.

 

Seine Aktionen, die Resultate und Eindrücke seiner Arbeit, lege ich auf die andere Waagschale. Ich kann wieder lächeln und freu mich, dass Malkasten, Hammer und Wasserwaage, Pinsel und Radiernadel ihr Können an Kaugummi, an gepflückte Blätter, Klebeband, Plastiksack, Polizeiauto und an Muskelkraft weitergegeben haben. Sein Büttenpapier und seine Farbflecken sind die Stadt, sein Atelier das Hinterfragen, die Türen Flughäfen, seine Schritte eine Flugstunde und seine Arbeitsplatte, heute Hier, morgen Dort.

 

Wenn Giotto mit seinen Malerkollegen Fresko liebte, Van Gogh die Innbrunst, das 20. Jahrhundert das Ich, dann Michael Heindl den Versuch, das Ausloten, den Widerstand.

 

Er steigt in seinen Bilderwelten herum, wandelt eine Eintrittskarte für das Kunsthistorische Museum mit Schleifpapier und Buntstiften in ein Ticket für das Naturhistorische Museum um und Betritt dieses damit erfolgreich. Er Zersägt einen Baum, um ihm, in einer Reisetasche Europa zu zeigen und schraubt ihn hunderte Kilometer von seinen Wurzeln entfernt wieder zusammen.

 

Schöner kann man das Kunst und Welt verstehen wollen nicht zeigen.

 

Michael Heindl soll weiter die Polizei verfolgen, Löcher in Parkwiesen graben und Unsinnigkeiten den Tag über begehen, denn dann am Abend, kann ich mich mit großer Freude seiner Erzählkunst widmen und in Ihm einen Künstler sehen, der mit den Revolutionen von Gestern nicht mehr zufrieden ist und dem „Mensch Sein“ größeres zutraut.

 

Online Article at:

 

Artmagazine.cc

 

Published on Sept. 14th 2014

 

http://www.artmagazine.cc/content80997.html

 

 

 

 

 

Radioportrait:

 

Ö1 Talentebörse

 

Radio Österreich 1

 

Sendezeit: 22. August 2013, 7:55

 

 

 

 

Katalogtext:

 

 

von Dr. Stefan Rammer (Passauer Neue Presse), Mai 2014

 

 

 

„Es tut sich auf“, mit vier Worten beschreibt Michael Heindl seine Motivsuche. Er holt sich ein Wahlplakat von der Straße, schneidet es daheim in Streifen und ersetzt mit den Streifen in der Stadt die abgebrochenen Stäbe eines Zauns. Das Gesicht wird ein anderes. Er geht durch die Stadt und findet eine defekte Mauerfläche, wann immer er nun hier vorbeikommt, klebt er einen Kaugummi auf die Fläche, das gekaute Produkt ersetzt den Putz und wird zum etwas anderen Graffiti. An ein Geländer gelehnt, entdeckt er in Dublin ein Fahrrad, das Vorderrad fehlt. Er sucht sich weggeworfene, aber noch brauchbare Lebensmittel aus Abfallcontainern, nimmt sie nach Hause mit und flicht damit ein Rad. Dieses bringt er am Schrottfahrzeug, anstelle des abgängigen Vorderrades, wieder an. Er zieht, wo er welche findet, Klebebänder von notdürftig reparierten Gegenständen ab und rollt sie zur großen, bunten Form wieder auf. Er gräbt im Wiener Stadtpark einen Baum aus, zerlegte ihn, verstaut ihn in einer Tasche, fliegt damit nach Hamburg, sucht nach einem geeigneten Platz, um die Pflanze dort wieder zusammenzusetzen und einzupflanzen.

 

Der junge aus Linz stammende Künstler Michael Heindl geht mit sehr weit geöffneten Augen durch das Leben. Seine Umwelt schenkt ihm Ideen, der öffentliche Raum wird Anreger und Materiallieferant und zugleich Ort der Darstellung wie der Reflexion darüber. Das Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien gibt ihm das Rüstzeug für die Kunst. Er kann malen, sieht die Malerei aber an einem Punkt angekommen, wo sie statisch bleibt. Er hat sehr früh mit Graffiti begonnen, gesehen, was im öffentlichen Raum möglich ist, wie im und mit dem Raum gearbeitet werden kann und dass seine Transformationen Aufmerksamkeit erregen.

Ob es nun beschädigte Orte sind, die er aufsucht und auf seine Weise „repariert“ oder ob er Verhaltensweisen seiner Mitmenschen studiert und in Interaktion bringt, er interagiert.

 

Das Spielfeld Heindls sind Orte, ihre Eigenheiten, Gesetze und Bestimmungen, die ihren Charakter ausmachen. Er arbeitet mit Strukturen, Handlungsmustern und Verhaltensweisen, die andere Menschen nicht mehr hinterfragen, die sie als gegeben hinnehmen. In jene scheinbare Alltäglichkeit, in der die Dinge ihre Ordnung haben, greift Heindl ein. Er interveniert, nimmt am Geschehen teil, indem er es verändert. Der sozial und kulturell definierte urbane Raum ist sein Labor, ein Umfeld, dem sich der im 21. Jahrhundert lebende Mensch nur schwer entziehen kann und in dem er sich deshalb täglich aufs Neue zu Recht finden muss. „Mich beschäftigt die Stadt als eine Umgebung, an der Menschen miteinander auskommen müssen. Ich denke, dass sich vor allem in der Art und Weise wie mit diesem Raum umgegangen wird, die Stimmung und der Zustand einer Gesellschaft erkennen lassen können.“

 

Man könnte sein Tun auch soziologisch nennen. Denn er erforscht nichts weniger als die Gesellschaft und die Ordnung, die sie sich gibt. Doch braucht er zur Beschreibung keine Worte, sondern die Dinge selbst. Und indem er sie in neue Zustände bringt, stellt er die Frage nach der Gültigkeit der alten Ordnungen. Im städtischen Raum gefundenen Beschilderungen schleift er die Oberfläche ab und verwendet den jeweiligen Schleifstaub als Pigment. In Kombination mit Acrylbinder stellt er daraus neue Farbe her, die er wieder auf die leeren Schilder aufträgt. Einem schwarzen Mercedes, ehemals Luxusobjekt, reibt er mit Marmorsteinen den Lack ab, der sich in den Stein prägt und diesen zum Bildträger macht, eine Frottage ganz ungewöhnlicher Art. Er wäscht die Farbe eines aus dem 19. Jahrhundert stammenden Portraits einer Dame über dem Bildnis ihres Mannes ab. Und ein neues Gesicht entsteht. Er nimmt die Yuccapalme und den Ficus Benjamini aus seinem Zimmer, zerkleinert die Pflanzen und presst daraus Spannplatten. Er zerlegt eine Gitarre und bastelt daraus zwei Violinen. Michael Heindl codiert um, indem er die Materialien in einen anderen Zustand bringt.

Heindl bricht die vorherrschenden Zustände auf. Funktionen, Abläufe, Strukturen, Organisation, alles ist scheinbar perfekt geregelt. Muss diese Normierung sein, muss sie bleiben? Was ist, wenn man eingreift, die Dinge umgruppiert? Heindl geht auf die Suche nach Zwischenräumen und Lecks. „Meine Aufmerksamkeit gilt besonders jenen Bereichen, die diesem Anspruch nach Perfektion nicht gerecht werden können und bei denen es dadurch zu fragwürdigen und absurden Erscheinungen kommt. Das können Situationen sein die sich kaum beeinflussen lassen und an denen die Präzisionsgesellschaft an ihre Grenzen stößt. Verschiedene zeitgenössische Krisen können sich destruktiv auf normierte Strukturen auswirken und gängige Vorgehensweisen zweifelhaft erscheinen lassen.“

 

Was kommt als Endprodukt heraus? Erstaunliches. Anregendes. Der Betrachter wird zum Teilnehmer am Transformationsprozess. Längst muss in der Kunst nicht mehr die Ästhetik im Vordergrund stehen. Heindl sagt: „Die Ästhetik und der Grad an Poesie ergeben sich aus der Handlung selbst, im Ablauf und der Aufeinanderfolge bestimmter Gesten.“ Lässt der Betrachter sich auf diese neue faszinierende Spielform der Kunst ein, dann findet er das Narrativ, dann findet er den Gehalt des Kunstwerks, der auf Dialog angelegt ist. Michaels Heindl tritt nicht als Fiktion oder Spiegel in Opposition zu Wirklichkeiten der Natur oder des Sozialen zu treten. Er strebt die unmittelbare Transformation von Wirklichkeiten an. Wir begegnen einer Kunstentwicklung, die nicht das Fremde oder Unverfügbare sucht, sondern die, weil sie Mitgestaltung abzielt, die erfahrbare Gesamtheit kulturellen und natürlichen Lebens thematisiert.

Lichtungen, Zeitschrift für Kunst, Kultur und Zeitkritik

Ausgabe 133 / XXXIII Jg./ 2013

 

 

 

Im öffentlichen Raum handeln

 

von Werner Fenz

 

 

Dass Künstlerinnen und Künstler neue Zugänge zu ihrem Arbeitsfeld erproben und damit zur Diskussion stellen, wirkt sich auch und besonders im öffentlichen Raum aus. Neben der Setzung von Objekten, die immer weniger auf Permanenz ausgerichtet sind, wird sowohl die urbane Oberfläche als auch die im Fluss befindliche Struktur „bespielt“. Einem theoretisch, technisch und praktisch auf Punkt und Beistrich ausdifferenzierten workflow, der heute sogar die minimalsten Arbeitsleistungen zu definieren sucht, stehen im Bereich der Kunst immer wieder sogenannte überraschende Eingriffe gegenüber. Deren Bedeutung ist in mehrfacher Hinsicht von Interesse. Zwei wesentliche Faktoren seien herausgegriffen: Zum einen neigen diese künstlerischen Zeichen und Handlungen dazu, übersehen zu werden, da sie nicht als Blow Up in Erscheinung treten, zum anderen geht der Realisierung nicht selten kein langwieriger bürokratischer Prozess in Form von Genehmigungsverfahren voraus, da sie spontan, was nicht gleichbedeutend mit unüberlegt ist, umgesetzt werden können.

 

Auf diesem Feld arbeitet der in Wien vor dem Abschluss seiner künstlerischen Ausbildung stehende Michael Heindl mit großem Interesse. Auslösefaktoren für sein Handeln sind so zentrale Themen wie Reaktion in der Zeit,Perfektion im Niemandsland,Entwurzelung und Übertragungsmechanismen imTaschenformat.    Letztere stehen im Mittelpunkt seiner aktuellstenArbeitTree.Wenn er den inWien ausgegrabenen Baum in derart kleine Stücke zerlegt, dass sie in einem Flugzeugtauglichen Gepäckstück Platz finden, um ihn unmittelbar nach der Ankunft in Hamburg auf einer Wiese beim Hafen wieder zusammenzusetzen und einzupflanzen, dann steht ausgehend von dieser Handlung der sensible Bereich der in Städten gezähmten Natur im Fokus. Auf der anderen Seite lässt in diesem Stück mit mehreren Szenen unmissverständlich die grassierende Heimwerkermentalität der Montage und Demontage grüßen. Wie selbstverständlich, also ohne die Betonung darauf zu richten, sind immer wieder Allusionen in den Handlungsabläufen erkennbar. Man könnte auch den Begriff des Understatement im Zusammenhang mit den umgesetzten Konzepten untersuchen. Dafür wäre als besonders geeignet die Komposition durch Halbierung der Arbeitszeit heranzuziehen.Von dem Bedürfnis des perfekten Handelns ausgehend werden Brückenpfeiler und Betonwände aller Art ausgewählt, um ihre Erscheinung durch einen Anstrich in ein ästhetisch ansprechendes Äußeres zu verwandeln. In dieses gut geplante Vorhaben wird nun ein nicht zuletzt durch dieWirtschaft hervorgerufenes sozialesVerhalten,in immer weniger Zeit mehrArbeit zu leisten, einbezogen. Aus diesem Grund wird die geschätzte Arbeitszeit halbiert und der Malakt – auch hier die Allusion zur Kunstform – verständlicherweise halbfertig beendet. Die Zeit heilt aber auch die Wunden. Die Regulation auf der Wiese des Wiener Heldenplatzes bestand aus der zehnminütigen Grabung eines Lochs. Ein Duo aus Gärtnerin und Securitybeamten, der die kleine Grube inspizierte, sorgte für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Für knapp eine Stunde war die Ordnung durch bewusste Störung der Perfektion gestört. Das In-ein-Verhältnis-Setzen des imperialen Forums zu dem minimalen Aushub führt zu einer Spannung, die sich auch gut als Metapher für die relationale Wirklichkeit und die darin eingebundenen Alltagserfahrungen lesen lässt. Mit Every Closed Space Is A Coffin ist die Öffnungszeit / das Offengehaltene auf der kommerziellen wie auf der ideellen Ebene thematisiert.Videoaufzeichnungen machen deutlich, wie unterschiedlich Menschen auf diese Situation reagieren, wie sich neben Lust und Laune auch Unsicherheiten, allein schon in der Körperhaltung, nachvollziehen lassen. Ein diffiziles Konzept, in dem eine nicht unproblematische Grenzüberschreitung enthalten ist, liegt der Aktion The Same Old Story zugrunde. Es stellt sich die Frage, welcher der Effekte – das Eindringen in unversperrte Autos oder die Überraschung, bei der Rückkehr ein aufgezeichnetes Notrufgespräch durch die vom Künstler eingeschobenen CDs zu hören – in den Vordergrund tritt. Eine Störung der banalen Alltagssituation ist es in jedem Fall.

 

Die hier gesetzten künstlerischen Akzente nehmen die Realität ernst, nicht obwohl, sondern weil ihnen auch ein spielerisches Moment zugrunde liegt. Bereits in den präsentierten Ausschnitten aus dem vielteiligen Œuvre wird die Dosierung von Spontaneität und Kalkül sichtbar und kann ohne weiteres nachvollzogen werden. Am besten dann, wenn man die Kunst im öffentlichen Raum als Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum verstehen will.

 

 

Online Article at:

 

The Atlantic Cities, Washington D.C

 

Published on Feb. 28th 2012

 

http://www.theatlanticcities.com/arts-and-lifestyle/2012/02/europes-most-irritating-public-artist/1354/

 

 

 

 

 

Online Article at:

 

Rebel Art

 

Published on Feb. 28th 2012

 

http://rebelart.net/tag/michael-heindl/

 

 

 

 

 

© 2020 Michael Heindl